Bewerbe

Weltmeisterschaft Kunstturnen

17. bis 25. Oktober 2026 | Rotterdam, Niederlande

Leni Bohle beweist bei der Kunstturn-WM großen Kampfgeist

Die Kunstturn-Weltmeisterschaft in Rotterdam verlief für Leni Bohle nicht ganz nach Wunsch. Die 19-jährige Vorarlberger Staatsmeisterin musste nach einem schwierigen Auftakt ihre Hoffnungen auf ein neues persönliches Mehrkampf-Highlight begraben. Mit 47,965 Punkten und Rang 76 blieb sie unter ihrem selbst gesteckten Ziel. Positiv: Die Hohenemserin bewies mentale Stärke, kämpfte sich zurück in den Wettkampf und beendete ihre dritte Weltmeisterschaft mit einem gelungenen Sprung.

Die Erwartungen waren durchaus hoch. Nach starken Leistungen im bisherigen Saisonverlauf und 49,398 Punkten bei der Europameisterschaft in Zagreb hatte sich Leni Bohle für Rotterdam ein klares Ziel gesetzt: Erstmals bei einem internationalen Großereignis die 50-Punkte-Marke im Mehrkampf übertreffen. Dafür hatte die Vorarlbergerin in den vergangenen Wochen intensiv an der Stabilität und Ausführung ihrer Übungen gearbeitet.

Doch der Auftakt in der Ahoy Arena verlief alles andere als ideal. Bereits am ersten Gerät, dem Stufenbarren, musste Bohle beim Abgang einen Sturz hinnehmen. Ein weiterer Fehler am Schwebebalken kostete zusätzliche wertvolle Punkte.

Nach schwierigem Start zurückgekämpft

Was folgte, war ein Beweis für die mentale Stärke der jungen Emserin. Anstatt sich von den anfänglichen Rückschlägen aus dem Konzept bringen zu lassen, konzentrierte sich Bohle auf die verbleibenden Geräte und fand zunehmend besser in ihren Wettkampf.

„Ich weiß, was ich am Boden und am Sprung kann. Deswegen ist es mir nach dem bescheidenen Start gut gelungen, mich wieder auf die nächsten Geräte zu konzentrieren“, erklärte die 19-Jährige nach ihrem Auftritt.

Vor allem am Sprung konnte sie zum Abschluss nochmals ihr Können unter Beweis stellen. Dennoch fiel ihre persönliche Bilanz gemischt aus: „Insgesamt war der Wettkampf okay, natürlich hätte es besser laufen können.“

Mit 47,965 Punkten belegte Bohle schließlich Rang 76 im Mehrkampf. Die angestrebte 50-Punkte-Marke blieb diesmal außer Reichweite. Dennoch nimmt die amtierende Staatsmeisterin wichtige Erfahrungen von ihrer dritten Weltmeisterschaft mit.