Vetter kratzt am Weltcup-Podest
Starker Auftritt von Gino Vetter beim World Challenge Cup in Szombathely: Der Vorarlberger WM-Starter erreichte gleich zwei Gerätefinals und schrammte am Reck als Vierter nur hauchdünn an seiner ersten Weltcup-Medaille vorbei.
Nur 0,033 Punkte fehlten Gino Vetter am Sonntag zu einem Platz auf dem Weltcup-Podest. Im Reckfinale überzeugte der Vorarlberger mit 12,800 Punkten und belegte den starken vierten Rang.
Besonders erfreulich: Vetter präsentierte in Ungarn erneut seine erschwerte Reckübung und bestätigte damit wenige Wochen vor der Weltmeisterschaft in Rotterdam seine aufsteigende Form.
„Eine Kleinigkeit, bei der er die Arme ein bisschen gebeugt hat, hat ihm am Ende den dritten Platz gekostet“, erklärte Nationaltrainer Michael Fussenegger. Dennoch fiel sein Fazit positiv aus: „Gino kann mit dem Wochenende und seinen Auftritten sehr zufrieden sein.“
Bereits am Samstag hatte Vetter auch im Bodenfinale überzeugt. Nach starken 13,833 Punkten und Rang zwei in der Qualifikation gehörte er auch dort zu den besten acht Turnern des World Challenge Cups. Im Finale erreichte er mit 13,433 Punkten Platz sechs.
Damit beendet der Vorarlberger das internationale Kräftemessen in Szombathely mit einer starken Bilanz: zwei Finalteilnahmen, zweimal Top 6 und nur drei Hundertstel fehlten zur ersten Weltcup-Medaille.
Auch aus österreichischer Sicht verlief das Wochenende erfolgreich. Martin Miggitsch sorgte mit Bronze am Boden für einen rot-weiß-roten Podestplatz und belegte im Sprungfinale Rang sieben.
Für Vetter richtet sich der Blick nun auf den großen Saisonhöhepunkt. Vom 17. bis 25. Oktober finden in Rotterdam die Kunstturn-Weltmeisterschaften statt. Gemeinsam mit Leni Bohle wird er dort Vorarlberg im österreichischen WM-Aufgebot vertreten.
Zwei Finals in Szombathely haben gezeigt: Die Formkurve stimmt – Rotterdam kann kommen.